Antidiskriminierungsstelle muss bei rassistischer Diskriminierung am Arbeitsmarkt aktiv werden
Autor: Memet Kilic - Kategorie: Allgemein, Innen und Recht, Migration, Presse
Zur heute vorgestellten Studie zur “ethnischen Diskriminierung” auf dem deutschen Arbeitsmarkt erklären Volker Beck, Sprecher für Menschenrechtspolitik, und Memet Kilic, Sprecher für Migrations- und Integrationspolitik:
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt gibt es vielfältige rassistische Diskriminierungen und Benachteiligung von Migrantinnen und Migranten. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes muss deshalb endlich aktiv werden und Vorschläge erarbeiten. Die Bundesregierung muss Unternehmen außerdem aktiver dazu ermutigen, die “Charta der Vielfalt” zu unterzeichnen. Außerdem belegen Studien wie jene der Universität Konstanz, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz effektiver gestaltet werden muss.
Forscher der Universität Konstanz hatten in einem Feldversuch mehr als 1000 Bewerbungen auf Praktikumsstellen für Wirtschaftsstudenten verschickt. Trotz vergleichbarer Qualifikationen und Fähigkeiten erhielten Bewerber mit türkischen Namen insgesamt 14 Prozent weniger positive Antworten. In kleineren Unternehmen waren es sogar 24 Prozent.
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