Memet Kiliç

Bundestagskandidat Wahlkreis Rhein-Neckar

„In der Politik wie in der Gesellschaft geht es immer auch darum, Schnittmengen zu finden und diese anzuerkennen. Gemeinsamkeiten, auf die man aufbauen kann.“

Berichte 2017

Sozialminister Lucha in Bammental

12.09.2017

Bürgermeister Holger Karl, Minister Manne Lucha, Memet Kilic

Der Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg Manne Lucha war zu Besuch in Bammental. Begleitet wurde er u.a. von Memet Kilic, dem Grünen Kandidaten zur Bundestagswahl.

Rene Richter stellt bei einer kurzen Führung die Konzeption des Familienzentrums vor und hob dabei die vielfältige Beteiligung der Bevölkerung hervor. Lucha war von der lebendigen Umsetzung der Mehrgenerationen-Idee  beeindruckt. Als zuständiger Minister für Integration interessierte er sich auch für die Idee des Intercafes und stellte sich in einer Gesprächsrunde mit Aktiven der Flüchtlingshilfe deren Fragen. Rasch wurde deutlich, dass die Informationsflut für die Geflüchteten aber auch für die ehrenamtlichen HelferInnen kaum zu bewältigen ist. Besondere Schwierigkeiten bereiten die oft widersprüchlichen Angaben von Behörden und zuständigen Ämtern.

Minister Lucha machte deutlich, dass die vom Land geförderten Integrationsmanager genau in diesem Bereich zum Einsatz kommen und dass es sich hierbei nicht um die bereits in vielen Gemeinden beschäftigten Integrationsbeauftragten handelt. Die ganz neu geschaffene Förderung der Integrationsmanager soll in den Kommunen für die Bewältigung der Aufgaben bei der Anschlussunterbringung von Flüchtlingen Hilfestellungen geben. Die bisher von allen Seiten beklagten Mängel in der Sozialberatung sollen durch Qualifizierungsmaßnahmen und entsprechende Handlungsbefugnisse behoben werden.

Minister Lucha stellte dar, dass die Gemeinden das Angebot gerne nutzen und die relativ unbürokratischen Voraussetzungen bei der Schaffung dieser  Hilfen dankbar aufgegriffen werden.  
Bürgermeister Karl bestätigte dies mit der Information, dass der Gemeindeverwaltungsverband eine Stelle für sein Gebiet bereits beantragt habe.Für das kommende Jahr stehe eine zweite in Aussicht. Dennoch dämpfte er die Hoffnungen, da erst die Praxis zeigen werde, ob die Fähigkeiten der zukünftigen Hauptamtlichen die Erwartungen erfüllen können.

Dass die Aufgaben vielfältig sind, war allen Anwesenden bewusst. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die in den letzten Jahren gewonnenen Erfahrungen eine Basis dafür bieten können. „Wir fangen nicht bei Null an“, so der Minister und hob damit auf die Erfahrungen der vielen Ehrenamtlichen, der Sozialarbeiter, der Gemeinden und der Ministerien ab. Dabei wies er ausdrücklich darauf hin, dass es in seinem Haus ein offenes Ohr für Schwierigkeiten gibt, die im Rahmen der Unterbringung von Flüchtlingen und deren Integration  an ihn herangetragen werden.

Mit dem Pakt für Integration, den das Land mit dem kommunalen Landesverband geschlossen hat, bestehe eine gute Grundlage für Verbesserungen. „Bescheide, die nicht verstanden aber vollzogen werden, bereiten allen Seiten Probleme, die vermieden werden müssen.“

„Und wenn die auf 24 Monate angesetzten Programme auslaufen?“ stand als Frage im Raum. Dann müssten die Erfahrungen zusammengefasst und ggf. passende, neue Programme konzipiert werden, so der Minister. Dass die Politik in der Lage ist, auch schnell Angebote auf den Weg zu bringen, konnte Minister Lucha in Bammental glaubhaft vermitteln.

Bürgermeister Karl freute sich, dass der hohe Besuch aus der Landeshauptstadt auch die kleineren Gemeinden im Land nicht aus dem Blick lässt. Entsprechend war der Eintrag in das Goldenen Buch von Bammental keine Pflichtübung, sondern eine beidseitige Würdigung, die Minister Lucha in seiner humorvollen Art am Cafetisch vollzog.

 

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