PM: Jugendintegrationsgipfel: Unkonkretes Schaufenster-Projekt
17.04.2012
Zum dritten Jugendintegrationsgipfel erklären Memet Kilic, Sprecher für Integrations- und Migrationspolitik und Ulrich Schneider, Sprecher für Jugendpolitik:
Tatkräftige Jugendliche sind zusammengekommen, um gemeinsam Konzepte zu erarbeiten. Jedoch werden sie mit einer unkonkreten Veranstaltung abgespeist. Die Bundesregierung wird ihre konservative Migrationspolitik fortsetzen und die guten Forderungen der Jugendlichen lediglich zu Protokoll nehmen.
Diese Art von Schaufenster-Projekten sind wir von der Bundesregierung gewohnt. Sie trommelt regelmäßig engagierte Personen zu Islam-, Integrations- und Jugendintegrationsgipfeln zusammen. Für ihre zukünftige Arbeit nimmt die Bundesregierung daraus häufig nur das "Familienfoto" für die Galerie mit.
Vielen jungen Leuten, die zwei Staatsangehörigkeiten besitzen, steht im nächsten Jahr der Verlust des deutschen Passes bevor. Sie leiden unter dem Optionszwang, sich zwischen der deutschen Staatsangehörigkeit und der ihrer Eltern entscheiden zu müssen. Wir fordern, dass die Bundesregierung die jungen Leute von diesem Zwang befreit und die doppelte Staatsangehörigkeit akzeptiert. Özil und Müller können durch einen Doppelpass nicht nur auf dem Platz Jubel auslösen.



