PM: Keine gute Zukunft für die Migranten-Kinder in Sicht
02.02.2012
Zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, nach denen Kinder mit Migrationshintergrund deutlich seltener Kindertageseinrichtungen besuchen, als solche ohne Migrationshintergrund, erklärt Memet Kilic, Sprecher für Migrations- und Integrationspolitik von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Wir brauchen massive Investitionen in die Kita-Qualität und perspektivisch die Abschaffung der Kita-Gebühren statt ein integrationshemmendes Betreuungsgeld.
Die bestehenden Elternbeiträge sind Zugangshürden für Kinder aus einkommensschwachen Familien, zu denen häufig die mit Migrationshintergrund zählen. In den ersten Lebensjahren werden wichtige Weichen für Kinder gestellt. Gute Betreuung, Bildung und Erziehung in der Kita wirken sich positiv auf die Integration aus.
Ich freue mich über den zumindest leichten Anstieg beim Kindergartenbesuch von unter dreijährigen. Es gibt aber noch viel Potenzial nach oben. Doch durch das Betreuungsgeld, das die schwarz-gelbe Koalition ab 2013 auszahlen will, wird genau das Gegenteil passieren. Aufgrund des finanziellen Anreizes werden viele Eltern auf die professionelle Kinderbetreuung verzichten. Das wird vor allem Kinder aus einkommensschwachen Familien treffen. Die Folge davon wäre eine integrations- und bildungspolitische Katastrophe.





